Samstag, 5. Juli 2008

Italienischer "Humanismus", Methode: "wirf nichts weg"

MÄUSEMIST IM MOZZARELLA

Italienischer Ekel-Käse in Deutschland verkauft

Europa hat einen neuen Lebensmittelskandal: Laut italienischer Polizei haben Händler tonnenweise Gammel-Käse aufbereitet und in mehrere Länder verkauft, darunter Deutschland. Die Ermittler entdeckten in der Ware Eisenstückchen, Würmer, Mäuseexkremente.

Rom/München - Erst war es Olivenöl, dann Wein, jetzt ist es Käse: Italien wird von einem neuen Lebensmittelskandal erschüttert. Skrupellose Händler haben vergammelten Käse aufbereitet und in mehrere europäische Länder verkauft, darunter auch Deutschland.

Mozzarella: "Es war ekelerregend"
REUTERS

Mozzarella: "Es war ekelerregend"

Mit dem Recycling der Abfälle, die höchstens noch zu Tierfutter verarbeitet werden sollten, haben die Täter Millionen Euro verdient. In den Handel gerieten unter anderem Scheibletten, Mozzarella und Gorgonzola - insgesamt 11.000 Tonnen.

Das italienische Gesundheitsministerium informierte die EU über den Vorgang. Die Polizei in der norditalienischen Stadt Cremona erklärte, dass in dem verunreinigten Käse Plastikstücke und Mäuseexkremente gefunden wurden. In mehreren Fabriken fanden die Ermittler außerdem Käsestücke mit Würmern, Tinte und winzigen Eisenstückchen, berichtet "La Repubblica". In einer Kühlzelle wurde Schnittkäse aus dem Jahr 1980 entdeckt. "Es war ekelerregend", sagte Polizeikommandant Mauro Santonastaso aus Cremona.

Die Käsehersteller bezahlten offenbar externe Unternehmen, um den verunreinigten Käse zu entsorgen. Die Firmen bereiteten den Käse jedoch auf und verkauften ihn weiter - unter anderem in Italien, Deutschland, Österreich, Frankreich und Spanien.

Verarbeitet wurde der Gammel-Käse in drei norditalienischen Unternehmen sowie in einem Werk im bayerischen Woringen. Nachdem italienische Medien am Freitag über den Skandal berichtet hatten, ordnete das Gesundheitsministerium in München eine vorsorgliche Kontrolle des Betriebs im Allgäu an. Das Ministerium beklagte die lückenhaften Informationen der italienischen Behörden.

Der Geschäftsführer der Allgäuland-Käserei, Manfred Herrmann, sagte, sein Unternehmen vermiete ein stillgelegtes Produktionsgebäude in Woringen seit vier Jahren an einen italienischen Unternehmer. Der Betrieb International Cheese GmbH stelle dort mit lediglich vier oder fünf Mitarbeitern Schmelzkäse her. Schmelzkäse werde aus Naturkäse, Gewürzen und Schmelzsalz hergestellt.

Auf nicht einmal 200 Quadratmetern Produktionsfläche könnten nach seiner Schätzung rund 500 Tonnen Käse im Jahr produziert werden. Der Betrieb sei aber laufend kontrolliert worden. "Der ist so klein, da kann man eigentlich nichts verstecken", sagte Herrmann. Allgäuland habe mit dem Betrieb des Italieners keinerlei Geschäftsbeziehungen, betonte Herrmann. "Wir bekommen nur die Miete."

Im März waren in der Region Neapel Molkereien und Agrarunternehmen ins Visier der Ermittler geraten, nachdem in der Büffelmilch, mit der Mozzarella hergestellt wird, Dioxin gefunden worden war. Im April wurde außerdem bekannt, dass Millionen Liter Wein, die im Handel angeboten wurden, mit krebserregenden Stoffen verunreinigt waren. Zuvor war Italien bereits durch einen Olivenöl-Skandal aufgeschreckt worden.

Source, quelle:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,564012,00.html


Mittwoch, 23. April 2008

Spiegel.de zur Teuerungswelle der Lebensmittel & der Preisspekulation

23. April 2008, 12:11 Uhr
SPIEGEL ONLINE

SPIEGEL ONLINE

TÖDLICHE GIER

Wie Börsen-Zocker die Lebensmittelpreise befeuern

Von Beat Balzli und Frank Hornig

Spekulation auf Kosten der Armen: Hedgefonds und Kleinanleger pumpen gewaltige Geldmengen in die internationalen Rohstoffbörsen. Das treibt die Preise für Weizen oder Reis immer weiter in die Höhe - und sorgt weltweit für Hunger.

Es ist nicht lange her, da hat Dwight Anderson die Presse noch mit weit geöffneten Armen und jovial aufbereiteten Anekdoten empfangen. Er erzählte Geschichten aus seiner Welt. Der Welt des großen Geldes.

Freimütig schwärmte der New Yorker Hedgefonds-Manager erst im vergangenen Oktober von seinen Besuchen auf Palmölplantagen in Malaysia und bei brasilianischen Getreidebauern: "Man konnte deutlich sehen, wie sich das Angebot verknappt."

Schon im Sommer 2006 pries Anderson die kommende "außergewöhnliche Rentabilität" von Ackerfrüchten - ganz egal, ob Mais oder Sojabohnen. Aus seiner Sicht verbarg sich hinter dem weltweit wachsenden Hunger bereits damals ein tolles Geschäft. Ein todsicheres.

Mehrere Dutzend seiner Mitarbeiter durchstreifen in seinem Auftrag die Anbaugebiete der Welt, immer auf der Suche nach neuen Investitionsgelegenheiten. Zurück in New York, am Firmensitz hoch über der Park Avenue im 27. Stock eines Bürogebäudes, wetten sie dann auf Agrarmärkte von Peru bis Vietnam.

Hier oben in den zerklüfteten Gipfeln Manhattans verliert man leicht die Bodenhaftung. Gerade erst ließ sich der Hedgefonds-Manager John Paulson für einen neuen Rekordgewinn feiern: 3,7 Milliarden Dollar - in einem Jahr. In dieser Sphäre gibt es nur eine Sorge: die renditehungrigen Anleger zu enttäuschen.

"Ich lebe dauernd unter Strom", sagte Anderson gern. Unter Kollegen wird er als "Rohstoffkönig" gefeiert und sein Hedgefonds Ospraie ist weltweit der größte der Branche. Aber er meidet die Medien mittlerweile. Fotos vom König dürfen auch nicht mehr gedruckt werden. Der milliardenschwere Fonds hat sie einfach vom Markt gekauft. Auch Andersons Sprecher wird neuerdings vor allem fürs Schweigen bezahlt.

Dabei gibt es Fragen genug. Vor allem Fragen der Moral; Fragen über die Verantwortung internationaler Investoren für die globale Lebensmittelpreiskrise. Nicht nur: Profitieren sie vom Hunger in Honduras, auf den Philippinen oder in Bangladesch? Sondern auch: Befeuern sie diesen aktuellen Notstand mit ihren Börsengeschäften womöglich?

Tag für Tag verschärft sich die Lage. Indonesien verhängte, wie zuvor schon Indien und Vietnam, einen Ausfuhrstopp für einfachen Reis. In Nordkorea steht laut Vereinten Nationen bereits eine humanitäre Krise bevor. Nach Unruhen von Bangladesch bis Usbekistan gingen am vergangenen Donnerstag auch Tausende Südafrikaner in Johannesburg auf die Straße, um gegen die hohen Lebensmittelpreise zu protestieren. In Haiti wurde nach Ausschreitungen der Ministerpräsident gefeuert.

Spätestens zum 1. Mai müssen 500 Millionen Dollar an Soforthilfe bereitstehen, verlangt die Uno - sonst drohen schlimme Hungersnöte. Bei der Unesco legten Agrarwissenschaftler zeitgleich einen Bericht über die dramatische Welternährungslage vor.

Studien wie diese passen bestens ins Bild, wenn Rohstoffhändler, Fondsmanager und Analysten dieser Tage die Preisexplosionen auf den Lebensmittelmärkten begutachten. Die Getreidelager sind beinahe leer, während gleichzeitig die Weltbevölkerung wächst, der Wohlstand steigt und damit die Nachfrage nach oben schnellt.

Futtermais wird knapp, weil die Industriestaaten damit Biokraftstoffe erzeugen. Auf die Weizenernte hatten Dürren etwa in Australien verheerende Folgen. Zurzeit reichen die Weltvorräte nur noch für rund 60 Tage.

All das hilft, die Kursrallye seit Anfang 2006 zu erklären: Reis plus 217 Prozent, Weizen plus 136 Prozent, Mais plus 125 Prozent, Sojabohnen plus 107 Prozent.

Trotzdem liefert die klassische Angebots- und Nachfragetheorie nur einen Teil der Wahrheit. Hedgefonds, Indexfonds, Pensionskassen, Investmentbanken: Sie alle trifft nun eine Mitschuld für den verhängnisvollen Kursanstieg. Denn spekuliert wird längst nicht mehr nur auf Klassiker wie Öl und Gold, sondern auf alles, was essbar ist und an der Terminbörse in Chicago gehandelt wird. Egal, ob Weizen, Orangen oder Schweinebäuche - für alles gibt es Terminverträge.

Mit diesen sogenannten Futures können Bauern von jeher ihre Ernte frühzeitig verkaufen - Menge, Preis und Liefertermin lassen sich fest vereinbaren, selbst wenn die Ähren noch im Wind auf dem Acker wehen. Landwirte und Getreidegroßhändler sichern sich so traditionell gegen Wetterunbill und allzu große Preisschwankungen ab.

Diesen Mechanismus machen sich nun Spekulanten zunutze: Sie kaufen solche Lieferscheine etwa für Weizen günstig ein und wetten auf einen Preisanstieg. Wenn das Getreide dann am vereinbarten Liefertag tatsächlich teurer ist, machen sie Kasse.

Mittlerweile sieht es für Fachleute so aus, als hätten Finanzinvestoren kurzerhand gleich den gesamten Markt gekapert. Sie kaufen wie wild Futures und treiben die Preise kurzfristig weiter in die Höhe. So verdoppelte sich etwa der Preis für Reis seit vergangenem August - auch für die 500.000 Tonnen, die die Philippinen in ihrer Not Anfang Mai kaufen wollen.

Greg Wagner arbeitet seit über zwei Jahrzehnten im Getreidehandel. Sein Büro liegt nur einen Block von der Terminbörse Chicago entfernt. Was dort derzeit etwa beim Weizen passiert, hat der Analyst der Firma AgResource noch nicht gesehen.

"Normalerweise haben wir hier eine überschaubare Gruppe von Verkäufern und Käufern, also von Farmern und Silobetreibern", sagt er. Mit dem Zustrom großer Indexfonds hat sich das geändert. Die Finanzmanager raffen, was sie an Terminkontrakten kriegen können. Folge: "Die Preise klettern immer höher und höher", sagt Wagner.

Inzwischen, so hat er errechnet, halten die Finanzinvestoren die Rechte an zwei kompletten Jahresproduktionen der in Chicago gehandelten Weizensorte "Soft Red Winter Wheat".

Wagner wirkt darüber immer noch ziemlich fassungslos. Der Kapitalismus frisst sich förmlich selbst auf.

Selbst die zuständige US-Aufsichtsbehörde hat die Brisanz des Themas schon erkannt. Für eine Anhörung am vergangenen Dienstag in Washington D.C. hat die Commodity Futures Trading Commission Vertreter von Goldman Sachs bis zu Anlageriesen wie Pimco und AIG geladen. Ganz oben auf der Tagesordnung: die Rolle von Spekulanten.

Von der Knappheit profitieren

Einfache Marktgesetze, so scheint es, funktionieren nicht mehr. "Der riesige Kapitalzufluss hat inzwischen dazu geführt, dass die Terminmärkte Angebot und Nachfrage nicht mehr widerspiegeln", sagt Todd Kemp vom amerikanischen Getreide- und Futterverband. Und am wildesten wetten die Investoren ausgerechnet mit den Grundnahrungsmitteln. Dass am anderen Ende der Welt Versorgungsengpässe und Hungertote die Folge sein können, ist auf ihren Kurszetteln nicht vermerkt.

Die Finanzmanager wollen eben "von der Knappheit dieser Güter profitieren", stellt Rohstoffhändler Christoph Eibl nüchtern fest. Seine Investmentfirma Tiberius verwaltet eine Milliarde Euro. Hundert Milliarden Dollar, haben die Tiberius-Experten errechnet, sind in den vergangenen fünf Jahren in die Terminbörsen geflossen, oft in Agrarrohstoffe.

Das Ganze werde zu einer "ethischen Diskussion", räumt selbst Eibl ein. Der Kauf von Terminkontrakten etwa für Reis verteuere "im Endeffekt auch die Konsumentenpreise in Schwellenländern wie Haiti".

Solche Stimmen jedoch sind bislang selten. Einen vergleichbaren Rohstoff-Boom hat es zuvor schließlich wohl noch nie gegeben. Schon ist von einem "Super-Zyklus" die Rede, von einer ständig steigenden Nachfrage der Chinesen; und von Bauern, die auch langfristig nicht hinterherkommen mit dem Säen und Ernten. Schließlich sind die Anbauflächen ja begrenzt.

Die Folge: Auch immer mehr Kleinanleger fiebern mit. Viele setzen, nicht anders als Hedgefonds-Manager, auf Diversifizierung im Depot, jetzt eben mit Rohstoffen aus der Landwirtschaft - kurstreibende Missernten sind da nur gut fürs Geschäft. Dass sie mit ihrem Einsatz im Casino Global den Ärmsten der Welt womöglich das täglich Brot verwetten, ist vielen der Jongleure egal - oder nicht einmal bewusst.

Andreas Grünewald ist unter deutschen Kleinanlegern ein Star. Sein Münchner Investment Club (MIC) begann 1989 mit gerade mal rund 15.000 Euro, zusammengelegt von acht Schulkameraden und seinem Opa. Inzwischen verwaltet Diplomkaufmann Grünewald für 2500 MIC-Mitglieder über 50 Millionen Euro.

Rohstoffe sind für ihn das ganz große Thema. "Sie sind der Megatrend des Jahrzehnts", sagt er. Rund 15 Millionen Euro ist sein Portfolio in diesem Sektor schon wert. Und das soll erst der Anfang sein.

Insbesondere bei Wasser und Agrarrohstoffen will man "breit investiert bleiben" und "wenn möglich ausbauen". Auf Orangen, Zucker und Mais hat Grünewald an den Terminbörsen bereits Einsätze plaziert. Allein seine Weizenwette brachte bislang einen Profit von satten 93 Prozent.

Auch seinen nächsten Schritt hat er schon geplant. "Reis ist ein weiteres interessantes Thema, das eine sinnvolle Ergänzung in unserem Depot sein könnte", sagt er. Skrupel kennt man im Club kaum.

"Die meisten unserer Mitglieder sind eher passiv und renditeorientiert", gibt Grünewald offen zu. Auf den bundesweiten Veranstaltungen kämen nur vereinzelt Fragen zu den sozialen Folgen der Investmenttipps. Unruhen wegen explodierender Reispreise? Alarmstimmung bei den Hilfswerken? Die Hoflieferanten und Gewinnapostel der Kleinanlegerfraktion muss das nicht kümmern. Die Finanzindustrie wirft für jedes Modethema ein Produkt auf den Markt - sei es noch so fragwürdig.

Allen voran punktet in diesen Tagen der Finanzgigant ABN Amro. Der Anbieter von Rohstoffprodukten für Privatanleger offeriert als einzige Bank seit Anfang März ein Zertifikat, mit dem man auch als Kleinstanleger an der Terminbörse in Chicago auf steigende Reispreise setzen kann.

Die Marketingabteilung reagiert kalt und präzise auf die Hungerschlagzeilen. Ende vorvergangener Woche warnten Experten vor einer Hungersnot und politischer Instabilität. Prompt warb daraufhin ABN Amro vergangenen Montag auf seiner Internetseite für ihr Papier. "Während Indien bereits ein Exportverbot von Reis verhängt hat, sinken die weltweiten Reisvorräte auf ein Minimum", texteten die Banker. Die ABN Amro mache es nun "erstmals möglich, an dem Nahrungsmittel Nr. 1 in Asien zu partizipieren".

Leben die Banker tatsächlich das Klischee der skrupellosen Rechner in Nadelstreifen? "Wir sind uns über die aktuellen Diskussionen in Bezug auf Agrarrohstoffe im Klaren", weicht Önder Ciftci aus, bei ABN Amro Chef des deutschen Zertifikategeschäfts. Eine ethische Diskussion will er nicht führen. "Wir bauen Bohrmaschinen, bohren müssen andere", meint er.

Tatsächlich ließ sich mit der Reiswette eine beachtliche Gewinnquelle anbohren. In nur drei Wochen kassierten die Anleger über 20 Prozent Gewinn. Die Zahl der in Chicago gehandelten Terminpapiere schoss in den vergangenen Tagen in die Höhe.

Doch die Kleinanleger kaufen nicht nur Spezialpapiere, sondern vor allem breitgestreute Rohstofffonds.

Jim Rogers, früher der Geschäftspartner von George Soros, ist der vielleicht bekannteste Investor in diesem Markt. Schon in den Neunzigern hat er sich auf Rohstoffe verlegt. Weltreisen haben ihn damals zu der Einsicht gebracht, dass es in einer globalisierten Wirtschaft an so gut wie allem mangelt, von Nickel bis Kakao.

Seither setzt er bis heute unverdrossen auf steigende Preise - und das hat Folgen für die ganze Branche. Denn sein Rohstoffindex ist Maßstab für zahlreiche Branchenfonds. Milliarden flossen in den vergangenen Jahren in diese Geldmaschinen: Sie müssen sich entsprechend an den Terminbörsen mit Future-Kontrakten eindecken, was die Preise weiter befeuert.

Nun warnt ausgerechnet er: "Wenn nicht bald etwas geschieht, werden wir erleben, dass Menschen überhaupt kein Essen kriegen, egal, zu welchem Preis. So etwas kennen wir nur aus den Geschichtsbüchern; ich fürchte, das könnte wieder passieren."

Aus seiner Sicht allerdings sind daran nicht Investoren wie er selbst schuld, sondern die Politik in den Schwellenländern: weil sie Exportverbote verhängen und die Preise deckeln. Das nehme den Farmern, die mit steigenden Kosten etwa für Sprit und Düngemittel zu kämpfen haben, jeden Anreiz, mehr Reis zu produzieren.

"Ich finde diese Haltung moralisch verwerflich", sagt Rogers. "Die Regierungen lassen lieber Menschen verhungern, als einen freien Preisanstieg zu erlauben." Nur so könne die Reisproduktion wieder anziehen.

Bauern würden ihren Reis nicht an Arme verschenken, sagt Rogers. Wie die Armen höhere Preise zahlen sollen, sagt er nicht. Dafür ist dann wahrscheinlich wieder die Politik zuständig.


Donnerstag, 6. März 2008

BBC : UN warns on inflation

The head of the UN World Food Programme has warned that the rise in basic food costs could continue until 2010.

Josette Sheeran blamed soaring energy and grain prices, the effects of climate change and demand for biofuels.

Miss Sheeran has already warned that the WFP is considering plans to ration food aid due to a shortage of funds.

Some food prices rose 40% last year, and the WFP fears the world's poorest will buy less food, less nutritious food or be forced to rely on aid.

Speaking after briefing the European Parliament, Miss Sheeran said the agency needed an extra $375m (244m euros; £187m) for food projects this year and $125m (81m euros; £93m) to transport it.


This is not a short-term bubble and will definitely continue
Josette Sheeran
WFP

She said she saw no quick solution to high food and fuel costs.

"The assessment is that we are facing high food prices at least for the next couple of years," she said.

Miss Sheeran said global food reserves were at their lowest level in 30 years - with enough to cover the need for emergency deliveries for 53 days, compared with 169 days in 2007.

Biofuel prices

Among the contributing factors to high food prices is biofuel production.

Miss Sheeran says demand for crops to produce biofuels is increasing prices for food stuffs such as palm oil.

Miss Sheeran said governments needed "to look more carefully at the link between the acceleration in biofuels and food supply and give more thought to it".

The WFP says countries where price rises are expected to have a most direct impact include Zimbabwe, Eritrea, Haiti, Djibouti, the Gambia, Tajikistan, Togo, Chad, Benin, Burma, Cameroon, Niger, Senegal, Yemen and Cuba.

Areas where the WFP is already seeing an impact include:

  • Afghanistan: 2.5 million people in Afghanistan cannot afford the price of wheat, which rose more than 60% in 2007

  • Bangladesh: The price of rice has risen 25% to 30% over the last three months. In 2007, the price rose about 70%.

  • El Salvador: Rural communities are buying 50% less food than they did 18 months ago with the same amount of money. This means their nutritional intake, on an already poor diet, is cut by half.

  • Anger over rising food prices have already led to riots in Burkina Faso, Cameroon, Senegal and Morocco.

    The BBC is planning a special day of coverage of this issue on Tuesday 11 March, online, on radio and on TV.

  • Story from BBC NEWS:
    http://news.bbc.co.uk/go/pr/fr/-/2/hi/in_depth/7281686.stm

    Published: 2008/03/06 16:13:05 GMT

    © BBC MMVIII

    Samstag, 26. Januar 2008

    Financial Times: G.Soros "the worst"

    Article Financial Times:


    The worst market crisis in 60 years

    By George Soros

    Published: January 22 2008 19:57 | Last updated: January 22 2008 19:57

    The current financial crisis was precipitated by a bubble in the US housing market. In some ways it resembles other crises that have occurred since the end of the second world war at intervals ranging from four to 10 years.

    However, there is a profound difference: the current crisis marks the end of an era of credit expansion based on the dollar as the international reserve currency. The periodic crises were part of a larger boom-bust process. The current crisis is the culmination of a super-boom that has lasted for more than 60 years.

    Boom-bust processes usually revolve around credit and always involve a bias or misconception. This is usually a failure to recognise a reflexive, circular connection between the willingness to lend and the value of the collateral. Ease of credit generates demand that pushes up the value of property, which in turn increases the amount of credit available. A bubble starts when people buy houses in the expectation that they can refinance their mortgages at a profit. The recent US housing boom is a case in point. The 60-year super-boom is a more complicated case.

    Every time the credit expansion ran into trouble the financial authorities intervened, injecting liquidity and finding other ways to stimulate the economy. That created a system of asymmetric incentives also known as moral hazard, which encouraged ever greater credit expansion. The system was so successful that people came to believe in what former US president Ronald Reagan called the magic of the marketplace and I call market fundamentalism. Fundamentalists believe that markets tend towards equilibrium and the common interest is best served by allowing participants to pursue their self-interest. It is an obvious misconception, because it was the intervention of the authorities that prevented financial markets from breaking down, not the markets themselves. Nevertheless, market fundamentalism emerged as the dominant ideology in the 1980s, when financial markets started to become globalised and the US started to run a current account deficit.

    Globalisation allowed the US to suck up the savings of the rest of the world and consume more than it produced. The US current account deficit reached 6.2 per cent of gross national product in 2006. The financial markets encouraged consumers to borrow by introducing ever more sophisticated instruments and more generous terms. The authorities aided and abetted the process by intervening whenever the global financial system was at risk. Since 1980, regulations have been progressively relaxed until they have practically disappeared.

    The super-boom got out of hand when the new products became so complicated that the authorities could no longer calculate the risks and started relying on the risk management methods of the banks themselves. Similarly, the rating agencies relied on the information provided by the originators of synthetic products. It was a shocking abdication of responsibility.

    Everything that could go wrong did. What started with subprime mortgages spread to all collateralised debt obligations, endangered municipal and mortgage insurance and reinsurance companies and threatened to unravel the multi-trillion-dollar credit default swap market. Investment banks’ commitments to leveraged buyouts became liabilities. Market-neutral hedge funds turned out not to be market-neutral and had to be unwound. The asset-backed commercial paper market came to a standstill and the special investment vehicles set up by banks to get mortgages off their balance sheets could no longer get outside financing. The final blow came when interbank lending, which is at the heart of the financial system, was disrupted because banks had to husband their resources and could not trust their counterparties. The central banks had to inject an unprecedented amount of money and extend credit on an unprecedented range of securities to a broader range of institutions than ever before. That made the crisis more severe than any since the second world war.

    Credit expansion must now be followed by a period of contraction, because some of the new credit instruments and practices are unsound and unsustainable. The ability of the financial authorities to stimulate the economy is constrained by the unwillingness of the rest of the world to accumulate additional dollar reserves. Until recently, investors were hoping that the US Federal Reserve would do whatever it takes to avoid a recession, because that is what it did on previous occasions. Now they will have to realise that the Fed may no longer be in a position to do so. With oil, food and other commodities firm, and the renminbi appreciating somewhat faster, the Fed also has to worry about inflation. If federal funds were lowered beyond a certain point, the dollar would come under renewed pressure and long-term bonds would actually go up in yield. Where that point is, is impossible to determine. When it is reached, the ability of the Fed to stimulate the economy comes to an end.

    Although a recession in the developed world is now more or less inevitable, China, India and some of the oil-producing countries are in a very strong countertrend. So, the current financial crisis is less likely to cause a global recession than a radical realignment of the global economy, with a relative decline of the US and the rise of China and other countries in the developing world.

    The danger is that the resulting political tensions, including US protectionism, may d i s r u p t the global economy and plunge the world into recession or worse.

    The writer is chairman of Soros Fund Management

    Dienstag, 15. Januar 2008

    Panikverkäufe an der Frankfurter Börse Spiegel de

    Spiegel.de:

    Panikverkäufe an der Frankfurter Börse - Hypo-Real-Aktie bricht ein

    Der deutsche Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate ist stärker in die US-Kreditkrise verstrickt als angenommen - die Aktie des Dax-Konzerns brach an der Frankfurter Börse um mehr als ein Drittel ein. Auch andere Finanztitel rutschen ins Minus, Händler sprechen von einer "Schockwelle".

    Frankfurt am Main - Es ist einer der größten Kursstürze, die je im Deutschen Aktienindex (Dax Chart zeigen) vorkamen. Die Titel des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate Chart zeigen brachen heute um rund 37 Prozent ein. Regelrecht panisch warfen die Anleger ihre Aktien auf den Markt. Das Münchener Unternehmen verlor nach Reuters-Berechnungen insgesamt rund zwei Milliarden Euro an Börsenwert.


    Börsenindex DAX verliert rund 2%

    Montag, 14. Januar 2008

    Olympiade in China , dann "Game over"

    08.08.08 um 08:08 Uhr Beginn der Olympiade

    In China und vielen ostasiatischen Ländern, die Zahl Acht als Glückszahl (Acht klingt im Chinesischen wie Reichtum).
    Eight (; accounting ; pinyin ) is considered a lucky number in Asian culture because it sounds like the word "prosper" or "wealth" (; Pinyin: ).

    Wikipedia-Hinweis: Am 11. Juni 2006 wurde der Vize-Bürgermeister Pekings, Liu Zhihua, der für die Olympia-Bauten und die Vergabe von Grundstücken zuständig war, wegen Korruption entlassen. Offiziell wird zwar sein „Lebenswandel“ mit Bordell-Besuchen für die Entlassung angeführt, aber dieses Verhalten ist so normal, dass die Medien andere Gründe dahinter vermuten. Es wird angenommen, dass es um Korruption im Zusammenhang mit der Vergabe von Bauaufträgen geht, da für mehr als 32 Milliarden Euro momentan ein neuer Flughafen-Terminal in der Umgebung der Hauptstadt und in ihr selbst neue U-Bahn-Strecken, Wohnsiedlungen, Wasser-, Kraft- und Klärwerke entstehen. Daneben werden auch noch die Sportstätten errichtet. Diesen Projekten müssen viele Bewohner der Hauptstadt weichen und bei den Entschädigungszahlungen kam es häufiger zu Unregelmäßigkeiten. Daneben ist das Verfahren der Vergabe von Bauaufträgen intransparent und die Besitzverhältnisse der Bauunternehmen nicht klar.

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    China auf Crashkurs (Quelle http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27030/1.html)

    China ist mit jährlich im Schnitt rund zehn Prozent BIP-Wachstum bisher sicherlich die wirtschaftliche Erfolgsgeschichte des Jahrzehnts. Der damit einhergehende Immobilien- und Aktienboom hat aber nach allen Bewertungsmaßstäben zu massiven Übertreibungen geführt, deren Korrektur bereits überfällig ist. Das ist auch den meisten Marktbeobachtern und Investoren bewusst, die allerdings überwiegend davon ausgehen, dass die chinesische Regierung es nicht zulassen werde, sich die Olympischen Spiele durch einen Börsen- oder Immobiliencrash verderben zu lassen.

    Mit welchen Mitteln sich die Regierung gegen eine etwaige Panik stemmen wird, ist zwar unbekannt. Sollte der politische Wille jedoch gegeben sein, muss wohl mit umfangreichen Stützungskäufen und Finanzierungshilfen für die großen Banken und Brokerhäuser gerechnet werden. Anschließend, so die Durchschnittsmeinung der Analysten, werde die Regierung jedoch eine Korrektur der überzogenen Börsenbewertungen akzeptieren.

    Allerdings kennen wohl auch die chinesischen Spekulanten, die die Börsen beherrschen, diese Analysen und werden die heißen Aktien wohl kaum in der Hand haben wollen, wenn der Markt erwartungsgemäß nach den Spielen dann einbricht. Angesichts dieser Erwartungen wäre es also rational, noch den erhofften vorolympischen Aufschwung mitzunehmen, dann aber rechtzeitig auszusteigen. Folglich dürfte schon kurz vor den Spielen enormer Verkaufsdruck aufkommen, der sich – immerhin spekulieren die meisten chinesischen Kleinanleger auf Kredit - rasch zur Panik auswachsen könnte. Ob derlei von der Regierung tatsächlich gebändigt werden könnte, bleibt abzuwarten.

    Der von der Wiener Börse berechnete CNX Index für chinesische Aktien scheint den Aufwärtstrend trotz jüngster Korrektur noch nicht verlassen zu haben

    Samstag, 12. Januar 2008

    9 Milliarden chinesische US-Dollar für Citigroup

    Chinesen kaufen sich mit neun Milliarden Dollar bei Citigroup ein von spiegel.de

    Die größte US-Bank braucht noch mehr frisches Geld: Die angeschlagene Citigroup erwartet eine Finanzspritze von bis zu 14 Milliarden Dollar - vor allem aus China. Nur so glaubt das Finanzinstitut die Hypothekenkrise durchstehen zu können.

    London - Rund neun Milliarden der insgesamt 14 Milliarden Dollar kommen voraussichtlich von chinesischen Investoren, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Außerdem solle ein Staatsfonds aus Kuwait eine Milliarde Dollar beisteuern, zwei bis vier Milliarden Doller wolle das Institut durch die Ausgabe von Aktien einnehmen.

    Mittwoch, 9. Januar 2008

    Alia McMullen, Financial Post: global crisis is food

    Forget oil, the new global crisis is food

    BMO strategist Donald Coxe warns credit crunch and soaring oil prices will pale in comparison to looming catastrophe

    Alia McMullen, Financial Post Published: Monday, January 07, 2008

    A new crisis is emerging, a global food catastrophe that will reach further and be more crippling than anything the world has ever seen. The credit crunch and the reverberations of soaring oil prices around the world will pale in comparison to what is about to transpire, Donald Coxe, global portfolio strategist at BMO Financial Group said at the Empire Club's 14th annual investment outlook in Toronto on Thursday.

    "It's not a matter of if, but when," he warned investors. "It's going to hit this year hard."

    Mr. Coxe said the sharp rise in raw food prices in the past year will intensify in the next few years amid increased demand for meat and dairy products from the growing middle classes of countries such as China and India as well as heavy demand from the biofuels industry.

    "The greatest challenge to the world is not US$100 oil; it's getting enough food so that the new middle class can eat the way our middle class does, and that means we've got to expand food output dramatically," he said.

    The impact of tighter food supply is already evident in raw food prices, which have risen 22% in the past year.

    Mr. Coxe said in an interview that this surge would begin to show in the prices of consumer foods in the next six months. Consumers already paid 6.5% more for food in the past year.

    Wheat prices alone have risen 92% in the past year, and yesterday closed at US$9.45 a bushel on the Chicago Board of Trade.

    At the centre of the imminent food catastrophe is corn - the main staple of the ethanol industry. The price of corn has risen about 44% over the past 15 months, closing at US$4.66 a bushel on the CBOT yesterday - its best finish since June 1996.

    This not only impacts the price of food products made using grains, but also the price of meat, with feed prices for livestock also increasing.

    source : http://www.financialpost.com/story.html?id=213343



    Dienstag, 8. Januar 2008

    Financial Times: Spain facing the fall...

    Spain sees credit surge brought to rude halt

    By Leslie Crawford in Madrid (Financial Times)

    Published: January 8 2008 17:55 | Last updated: January 8 2008 17:55

    Only last September, José Luis Rodríguez Zapatero, the Spanish prime minister, announced that Spain had joined the “Champions’ League” of world economies. Europe’s fifth largest economy was growing so robustly, and creating so many jobs, it would soon be richer than Germany in per capita terms, Mr Zapatero predicted.

    That euphoria was short-lived. December saw a spike in inflation, a rise in unemployment and a slowdown in the economy, as the international credit squeeze gripped Spain. The government recently lowered its estimate for economic growth in 2008 from 3.3 per cent to 3.1 per cent, a figure many economists consider is still too optimistic. Inflation last month of 4.3 per cent was at the highest level in more than a decade.

    Worse, house prices in many parts of the country have started falling, further undermining confidence in the economy. Some over-indebted families now owe more to their banks than their houses are worth.

    International financial gridlock has brought Spain’s credit-fuelled surge to a rude halt. Families and businesses are feeling the pain. Suddenly, Mr Zapatero’s Socialist party is less confident about winning a general election called for March 9.

    The mood is especially sombre in provincial towns such as Igualada, a prosperous textile and leather manufacturing centre near Barcelona in the north-east.

    “I’ve been a bank manager for 28 years and I have never lived through a situation as dramatic as this,” says the branch manager of a regional savings bank, who asked not to be named. “House prices in this town have fallen by 20 per cent, there is no demand, and no mortgage finance. Savings banks have cut off funding. Before the credit crunch, I used to do 12 mortgages a month. Since August, my branch has approved only one new loan.”

    He says that for the first time, clients are handing in the keys of their homes and walking away from their debt problems. “With the fall in house prices, families are giving up. They don’t see the point of struggling on with their mortgage payments.” Repossessions, he says, are on the rise.

    Some property developments have been stopped, and Igualada, a busy town of 38,000 people, is dotted with idle construction sites and foundation holes....

    ...

    Spiegel.de :Merrill-Lynch-Banker sieht USA schon in der Rezession

    Merrill-Lynch-Banker sieht USA schon in der Rezession spiegel.de

    Das Wirtschaftsimperium wankt. Nach Einschätzung des Merrill-Lynch-Chefökonomen David Rosenberg ist eingetreten, was viele fürchten: Die USA stecken wegen der Kreditkrise in einer Rezession.

    Washington – Die Vorzeichen sind ungünstig, seit Monaten schon. Seitdem die US-Hypothekenkrise Amerika und die halbe Welt in Atem hält, häufen sich die Alarmsignale für die amerikanische Wirtschaft. Immer wieder haben Ökonomen gewarnt, die USA könnten in eine Rezession schlittern.

    Ein wenig schwang da wohl die Hoffnung mit, dass sich alles noch als Trugschluss von Pessimisten erweist und man eventuell noch einmal mit einem Nullwachstum davonkommt. Tatsächlich aber ist der Niedergang schon viel weiter fortgeschritten, als befürchtet. Die US-Wirtschaft befinde sich bereits mitten in der Rezession, sagte David Rosenberg, Chefökonom der Investmentbank Merrill Lynch, der BBC.

    Als Beweis führt Rosenberg die gestiegene Arbeitslosigkeit an. Dem Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag zufolge ist die Arbeitslosenrate in den USA im Dezember auf fünf Prozent gestiegen – und damit so hoch, wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. Niemals in den vergangenen 60 Jahren, so Rosenberg in einer Notiz an Kunden, sei die Arbeitslosenrate innerhalb so kurzer Zeit derart signifikant angestiegen. Im März 2007 lag die Arbeitslosigkeit noch bei 4,4 Prozent.

    Bereits am Wochenende hatte der Volkswirt der renommierten Harvard-Universität, Martin Feldstein, die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA auf mehr als 50 Prozent geschätzt. Auch die Ökonomen Richard Berner und David Greenlaw von der Investmentbank Morgan Stanley teilen die Auffassung Rosenbergs. "Die Schlüsselfrage ist nun, wie tief die Rezession sein und wie lange sie andauern wird", zitiert die Finanzzeitschrift "Investment News" aus einem Report der beiden Finanzexperten.

    Auch US-Präsident George W. Bush hatte gestern Abend Probleme der US-Wirtschaft eingeräumt und von "zunehmend gemischten" Konjunkturaussichten gesprochen. "Wir können das Wachstum nicht als gegeben ansehen", sagte Bush in einer Rede. Noch deutlicher wurde Finanzminister Henry Paulson. Die Immobilienkrise, so der Minister, sei noch lange nicht ausgestanden. Paulson empfahl, die Zinsen für Schuldner mit geringer Bonität einzufrieren, um eine Ausweitung der Krise (mehr...) zu vermeiden.

    Zudem wurde gestern bekannt, dass das US-Haushaltsdefizit in den vergangenen drei Monaten erneut gestiegen ist. Nach einer Schätzung des Haushaltsbüros des Kongresses lag es im ersten Viertel des Steuerjahres, das am 1. Oktober begann, um 27 Milliarden Dollar höher als im Vorjahreszeitraum.

    Samstag, 5. Januar 2008

    Inflation offiziell figaro flash 5.01.08

    Inflation: Lagarde prévoit + 1,6%

    La ministre de l'Economie et des Finances Christine Lagarde a déclaré ce soir sur France 2 que l'année 2007 s'achèvera sur "un rythme" d'inflation de 1,5% et a maintenu une prévision de 1,6% pour 2008.

    Pour l'année 2007 "nous finirons l'année à un rythme d'inflation d'à peu près 1,5% et on a un prévisionnel de 1,6% pour le budget 2008", a affirmé Mme Lagarde.

    "Nous aurons un écart de 0,1 point" d'une année à l'autre, "un écart extrêmement minime", a ajouté la ministre.

    Dans la matinée sur France Info, Mme Lagarde avait déclaré que le taux de l'inflation en glissement sur un an en France une fois les chiffres du mois de décembre connus, serait "hélas" supérieur à 2% en 2007.

    Les chiffres définitifs seront communiqués le 15 janvier par l'Insee.

    Source : AFP

    .

    L'Argentine prolonge son interdiction d'exportation http://pleinchamp.com infos


    (AFP - 28/12/07)Le gouvernement argentin a décidé de prolonger, sans limite de temps, une interdiction temporaire d'exporter du blé pour éviter une éventuelle pénurie et un renchérissement de cette céréale sur le marché intérieur.



    L'Argentine est l'un des grands producteurs de blé dans le monde avec une production estimée à 15,4 millions de tonnes pour la campagne 2007/2008. Ce pays est également le sixième exportateur mondial avec quelque sept millions de tonnes par an. Son retrait du marché, effectif depuis le début du mois de décembre, a déjà eu un effet sur les prix. Jeudi, la tonne de blé dépassait les 253 € sur le marché européen à terme Euronext.

    Le gouvernement argentin a fait de la lutte contre l'inflation une de ses priorités et cherche par cette mesure à augmenter l'offre locale et empêcher qu'une trop grande partie de la production nationale parte à l'exportation, attirée par le haut niveau des prix internationaux. L'inflation atteint officiellement moins de 8% mais selon les économistes privés, la hausse des prix dépasse en réalité le double de ce chiffre.


    Pakistan


    Une transmission interhumaine de la grippe aviaire confirmée (28/12/07)


    L'Organisation mondiale de la santé (OMS) confirme qu'un Pakistanais victime de la grippe aviaire a contracté le virus H5N1 d'un autre humain, mais écarte tout risque de contamination généralisée.

    Lire la suite...

    Le cours français du blé tendre a repris plus de 40 €/t en quinze jours ! Après avoir atteint un maximum de 298 €/t, le 5 septembre 2007, le cours du blé rendu Rouen a chuté régulièrement jusqu'au 14 novembre où il ne valait plus que 214 €/t. Depuis cette date, le mouvement de hausse a repris pour atteindre 255 €/t le 10 décembre dernier.

    Les prix français et européens sont tirés par les cours internationaux qui, eux aussi, grimpent depuis la mi-novembre et ont atteint 263,45 €/t au 10 décembre. Trois raisons à cette rapide progression : un épisode de gel sévère en Argentine au cours de la première quinzaine de novembre ; l'annonce de la suspension par les autorités argentines de la livraison des certificats d'exportation et enfin, les difficultés de la Mer Noire avec la probabilité d'un embargo sur les exportations de blé russe à partir de janvier ou février (si elles dépassent les 12,5 Mt).

    Le blé français, en valeur fob (sans les frais de transport) évolue au coude à coude avec le blé américain (Hard red winter). En valeur CAF Égypte (valeur au port de débarquement), il bénéficie toujours d'un avantage fret par rapport au blé américain, mais il reste plus cher que les origines russe ou argentine.


    Le prix des céréales restera élevé


    (FAO - 06/12/07)


    Malgré une production record en 2007, les cours des céréales resteront élevés ces prochains mois, au préjudice des pays les plus pauvres, estime l'Organisation des Nations unies pour l'Agriculture et l'Alimentation (FAO).


    D'après les dernières estimations de la FAO, la production céréalière mondiale en 2007 atteindrait 2,101 milliards de tonnes. L'essentiel de l'accroissement est due aux céréales secondaires, en particulier au maïs américain. Ce chiffre représente un niveau de production record, en hausse de 4,6% par rapport à l'an dernier.

    De bonnes récoltes seraient également en train d'être rentrées dans la plupart des pays du Sahel et d'Afrique de l'Est tout comme en Asie, en dépit des inondations, des glissements de terrain et des cyclones qui ont frappé plusieurs pays durant la croissance des céréales.

    « Toutefois, les prix internationaux des céréales demeurent élevés et fluctuants », souligne la FAO. Cela s'explique par une demande soutenue (en particulier en biocarburants), des niveaux de stocks au plus bas, ainsi que par l'accroissement insuffisant de la production, essentiellement de blé, dans les pays exportateurs. En conséquence, cette hausse des cours internationaux s'est traduite par un renchérissement des aliments de base pour les consommateurs de nombreux pays.

    Les plus touchés par cette inflation sont les pays en développement, fortement tributaires des importations pour couvrir leurs besoins en céréales. Pour l'année 2008, les premières perspectives de récolte du blé sont favorables, selon la FAO.

    SC


    AFP 8 Juin 2007

    Les Français vont payer leur alimentation plus cher


    (AFP - 08/06/07)


    Mauvaises récoltes mondiales, sécheresse, poussée démographique, développement des biocarburants, hausse des prix de l'énergie : les Français vont devoir payer plus cher leurs produits alimentaires au cours des prochaines années.




    La demande grandissante en produits agricoles devrait se traduire, d'ici 2015, par une inflation de 3% à 5% des produits alimentaires, en plus des hausses conjoncturelles et structurelles, estime Alexandre Gohin, chargé de recherches à l'INRA. « Tous les indicateurs sont au rouge car les coûts des matières premières ont augmenté de 3% à 10% depuis un an », rappelle Jean-René Buisson, président de l'Ania*.

    Conséquence : une grande partie des industriels alimentaires devrait demander rapidement de fortes augmentations lors de leurs négociations avec les distributeurs. D'ores et déjà, le groupe LDC (marques Loué et Le Gaulois), premier sur le marché de la volaille, a annoncé pour juillet une augmentation de 4 à 5% des prix de ses produits, pour tenir compte de la hausse des prix des céréales, qui entrent pour 60% dans le prix de revient des volailles.

    Prix du lait + 4 %


    Autre augmentation en perspective, celle du prix du lait. En cause : « une certaine pénurie de lait et donc de produits transformés face à une demande soutenue » explique Thierry Roquefeuil, secrétaire général de la Fédération nationale des producteurs de lait (FNPL). Il juge inéluctable une répercussion des tensions actuelles sur le prix des produits de grande consommation, une situation qui ne devrait pas s'inverser dans les mois qui viennent. « D'ici la fin de l'année les prix devraient prendre 4% », estime Luc Morelon, directeur de la communication de Lactalis.

    * Association nationale des industries alimentaires


    Preise

    Jean Chatellier, artisan pâtissier, avenue Louis Lajarrige, à La Baule Escoublac (44), souligne que le prix des œufs a récemment augmenté, que celui de la farine a fait un bond de 25 %, quand l’augmentation du beurre atteint 36 %". Pour 10 euros en moyenne, dites vous que vous avez une chance sur 4 d’être le Roi... d’un jour ! Certains titres ont coûté plus cher dans l’histoire sans durer vraiment plu longtemps !
    http://www.dolcerama.fr/article.php?id_article=307

    La hausse vertigineuse du prix du beurre est difficile à avaler.
    Pour les amateurs de galettes ou crêpes dentelles la note risque d'être salée: les biscuitiers vont répercuter la hausse de 40% en un an du prix du beurre, due notamment à la fonte des stocks européens et à la sécheresse frappant Australie et Nouvelle-Zélande.

    "Actuellement, la situation est très tendue sur le marché du beurre, explique Christian Taquard, président de la société bretonne Loc

    Maria (crêpes dentelle les Gavottes, galettes de Pleyben). "Négocié il y a peu de temps 3 euros le kilo, le beurre vaut aujourd'hui 4 euros, soit une hausse de 40% en un an ».

    Source: France3 Ouest

    Les entreprises de boulangerie-pâtisserie, réunies au sein de la FEBPF, s’inquiètent des hausses des prix du beurre. L’enjeu est en effet important puisque les industries de BVP utilisent 60 000 tonnes de beurre par an.

    Conséquence, notamment, d’une demande des marchés des pays émergents, renforcée par l’instauration de quotas de production au niveau européen, les prix du beurre viennent d’enregistrer des hausses très importantes depuis le début de l’année (plus de 15 % en moyenne). Ces hausses s’inscrivent dans un contexte de hausses générales des matières premières (le blé + 25 %, le maïs + 57 % en moyenne en 2006, sans parler des différentes sources d’énergie et des emballages…) qui pénalisent d’autant les résultats des entreprises qu’elles peuvent difficilement répercuter ces hausses imprévues auprès de leurs clients, et tout particulièrement la grande distribution.
    La FEBPF va demander au ministère de l’Agriculture de supprimer ou, tout du moins, de libérer les quotas en vigueur de façon suffisante pour pouvoir mieux satisfaire la croissance de la demande et diminuer ainsi la pression sur les prix.




    CARREFOUR MONTIGNY LES CORMEILLES
    -- 1,359 05/01/08

    1,320 2/01/08

    RELAIS ELF NANTERRE
    -- 1,364 04/01/08

    1,339 2/01/08

    Le Monde : Beurre Juin 2007 galette janier 2007

    Article publié le 07 Juin 2007
    Par Laetitia Clavreul
    Source : LE MONDE
    Taille de l'article : 655 mots

    Extrait : Les tensions sur le marché mondial ainsi que la disparition des stocks et des aides européennes fragilisent de nombreuses PME dans l'agroalimentaire. Les biscuitiers sont très inquiets. Lors de l'assemblée générale de leur syndicat, fin mai, ils ont tiré la sonnette d'alarme au sujet de la hausse de 40 % des prix du beurre industriel, un produit différent de celui commercialisé en plaquettes. Le kilo est à 4 euros, un prix jugé insupportable alors que la fabrication des galettes bretonnes nécessite 18 % de beurre, ou celle d'un quatre-quarts, par définition, 25 %.

    Le vrai prix des galettes des rois

    Article publié le 04 Janvier 2007
    Par Martine Laronche
    Source : LE MONDE
    Taille de l'article : 467 mots

    Extrait : LA TRADITION, qui remonterait aux saturnales romaines, la veut dans les assiettes à l'Epiphanie mais on la trouve du lendemain de Noël. La galette des Rois est devenue une sorte de gâteau familial qui fait le bonheur des enfants avec sa fève et sa couronne. Mais son prix frise parfois l'extravagance. Dans cette boulangerie parisienne du 3e arrondissement, rue de Bretagne, il vous en coûtera 43 euros le kilo, soit autour de 30 euros pour une galette à la frangipane pour six personnes. Si vous traversez la rue, la galette pour le même nombre de convives tombe à 17 euros. Las, une fois pesée, elle est presque deux fois moins dense et revient finalement à 40 euros le kilo.

    Freitag, 4. Januar 2008

    http://www.boerse-go.de: Preissteigerungen nicht nur "reine" Spekulation

    04.01.2008 - 12:06
    Barclays: Rohstoffe sind fundamental untermauert
    Rohstoffe haben einen starken Jahresauftakt hingelegt. Nach Informationen von Barclays Capital Research haben Rohöl, Gold, Platin und Soja zum Jahresauftakt neue Allzeithochs erreicht. „Trotz der Preissteigerungen bei fast allen Rohstoffen zum Jahresbeginn gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Bewegung rein spekulativer Natur ist“, so Kevin Norrish, Analyst bei Barclays Caital Research. „Tatsächlich gibt es sehr wenige Rohstoffe wo das der Fall ist, wie die Edelmetalle, deren Anteil der nicht-kommerziellen Marktteilnehmer am gesamten Open Interest bei mehr als einem Drittel liegt, bei Rohöl ist der Anteil bei weniger als 5%. Die Anfälligkeit eines jeden einzelnen Rohstoffs für Gewinnmitnahmen durch Fonds scheint begrenzt.“
    RSS-Feed RSS-Feeds Übersicht
    (© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Stanzl Jochen, Redakteur)

    Preisanstiege in China November 2007

    Wirtschaftsnews - 15.11.07 von rohstoffe-go.de

    Peking 15.11.07 (www.rohstoffe-go.de)
    Der chinesische Commodity Price Index, welcher sich auf die Großhandelspre
    se auswirkt, stieg im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,5 Prozent und gegenüber dem September um 0,1 Prozent, so eine Meldung der als Zentralbank fungierenden People's Bank Of China Der Verbraucherpreisindex (CPI) kletterte ebenfalls um 6,5 Prozent.

    Der Preisanstieg im Einzelnen gegenüber Oktober 2007:
    Kohle + 9,7 %
    Öl + 4,3 %
    Elektrizität + 1,2 %
    Nichtmetallpreise + 3,8 %
    Stahlprodukte + 15,9 %
    Aluminium - 5 %
    Agrarprodukte + 13,1 %
    Fleisch / Geflügel + 52,8 %
    Lebend Schwein + 58,3 %
    Pflanzliche Produkte + 28,5 %
    Speiseöl + 34,9 Prozent

    Eisenerz Preissteigeruneng wahrscheinlich

    Stuttgart (www.rohstoffe-go.de) Der Eisenerzmarkt weist aktuell, vor allem auf Grund weiterhin rasant steigender Eisenerzimporte in China ein Angebotsdefizit aus.
    So steigerte allein China seine Eisenimporte in den beiden ersten Monaten 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 26%. Eine Studie der Credit Suisse geht für 2007 von einer Erhöhung der chinesischen Stahlproduktion in einer Range von 13% bis 17% aus.
    Nimmt man eine jährliche Steigerung der chinesischen Stahlproduktion von lediglich 10% bis 2010 an, so ergibt sich daraus ein Mehrbedarf von 260 bis 270 Millionen Tonnen in 2010, welcher mit heutigen Kapazitäten nicht befriedigt werden kann.

    Diese Mehrkapazitäten dürften alleine von den großen Drei der Branche, der brasilianischen CVRD, Bhp Billiton und Rio Tinto – welche für 2010 eine Erhöhung ihrer Kapazitäten in Höhe von lediglich 190 Millionen Tonnen angekündigt haben - nicht zu stemmen sein, es müssen also neue Förderunternehmen mit weiteren Kapazitäten an den Markt kommen.
    Dabei wurden von neuen, kleineren Unternehmen bereits für 2007 neue Kapazitäten in Aussicht gestellt. Wie die Erfahrung aber gezeigt hat, kommt es gerade bei Newcomer-Firmen regelmäßig zu monatelangen Verzögerungen bei der Inbetriebnahme neuer Minen oder zu massiven technischen Schwierigkeiten, Wassereinbrüchen etc., die in der Anlaufphase zu Produktions- und damit auch zu Kapazitätsausfällen und somit zu einer Verschärfung der angespannten Lage an den Eisenerzbörsen führen.
    Dies wird nicht spurlos an den Eisenpreisen vorbei gehen. Auf der EU Iron Ore Insights Conference im Oktober 2007 in Berlin, einer Fachmesse der größten Eisenerzförderer, wurden Preissteigerungen von 30 bis 35% für 2008 genannt. Der Eisenerzmarkt bildet dabei im Vergleich zu anderen Rohstoffmärkten einen Spezialfall, da 75% allen geförderten Eisenerzes von den benannten großen Drei stammt und die Preisentwicklung im Allgemeinen in Verhandlungen dieser drei Majors mit den Hauptabnehmern festgesetzt wird.
    Ein sehr wahrscheinliches, daraus resultierendes Szenario geht davon aus, dass China auf Grund eines zu erwartenden Angebotsdefizits, eigene Lagerstätten zu weitaus höheren Kosten anzapfen muss, was sich weiterhin steigernd auf den Preis für Eisen auswirken dürfte.
    Credit Suisse geht davon aus, dass neue Projekte eine Minimum IRR von 15% aufweisen müssten. Dem läge eine durchschnittliche Capex - Rate von 80$ je Tonne bei Cash-Kosten von 15$ je Tonne zu Grunde. Zum Vergleich: Mittal beabsichtigt sein senegalesisches Faleme - Projekt mit einer Capex von 2,2 Milliarden $ auf eine jährliche Kapazität von 20 Millionen Tonnen auszubauen. Dies entspräche 110$ je Tonne.
    Vor 2012 wird derweil nicht mit einer Entspannung der beschriebenen Situation gerechnet.

    Analysten der UBS AG zu Platin und Silber / Getreide

    Wirtschaftsnews - von heute 13:32

    UBS sieht Platin bei 1.600 USD und Silber bei 16 USD

    Zürich 04.01.08 (www.rohstoffe-go.de)
    Die Analysten der UBS AG gehen davon aus, dass der Preis für Platin innerhalb des nächsten Monats auf 1.600 USD je Unze steigen wird. Für Silber erwartet die Bank einen Anstieg auf 16 USD je Feinunze.
    Ein Vertreter der Bank sagte aber, dass diese Prognose nicht sehr sicher sei, weitere Daten wurden nicht bekanntgegeben.

    Platin kostet derzeit 1.549 USD je Unze, Silber liegt bei 15,28 USD je Unze
    ___________________________________

    Wirtschaftsnews - von heute 11:21

    CBOT: Weizen steigt Limit up

    Chicago 04.01.08 (www.rohstoffe-go.de)
    Am Chicago Board of Trade ging es gestern für die Getreide-Futures kräftig nach oben.
    Die Futures profitieren von der Stärke an den Rohstoffbörsen. Sojabohnen werden von dem hohen Ölpreis getrieben, dieser kann zu einer hohen Nachfrage nach alternativen Energien führen.
    Für den März-Future ging es gestern um 18,60 Cents auf 12,674 USD je Scheffel nach oben, im elektronischen Handel stieg der Kontrakt auf 12,78 USD und fällt derzeit wieder auf 12,675 USD.
    März-Mais stieg auf dem Parkett um 3,4 Cents auf 4,66 USD je Scheffel, im elektronischen Handel geht es derzeit auf 4,64 USD nach unten.
    Für Weizen ging es gestern um 30 Cents auf 9,45 USD je Scheffel nach oben, aktuell gibt der Kontrakt auf 9,4225 USD nach.
    Der März-Hafer konnte gestern um 13,4 Cents auf 3,254 USD je Scheffel zulegen und steigt momentan weiter auf 3,27 USD.

    Donnerstag, 3. Januar 2008

    time of growing prices


    Preisentwicklung des Weizens 1 Jahr... Preis in US-Cent


    Preisentwicklung von Soja 1 Jahr... Preis in US-Cent


    Preisentwicklung von Zucker 1 Jahr... Preis in US-Dollar


    Preisentwicklung von Mais 1 Jahr... Preis in US-Cent
    _____________________________________
    Aktualität:
    http://www.rohstoffe-go.de/rohstoff/:

    Wirtschaftsnews - von heute 13:20
    CBOT: Getreide legen deutlich zu


    Chicago 03.01.08 (www.rohstoffe-go.de)
    Am Chicago Board of Trade geht es für die Getreide-Futures weiter nach oben. Diese werden vor allem von der Ölpreisrally nach oben getrieben. Darüber hat China einen Exportzoll von 5 % auf Mais, Reis und Sojabohnen erhoben. Bei Weizen liegt dieser sogar bei 20 %.

    Bei den März-Sojabohnen ging es gestern bis auf 12,64 USD nach oben, der höchste Stand seit 1973.
    Aktuell kostet das Scheffel Sojabohnen 12,4150 USD.
    Beim März-Weizen geht es ebenfalls kräftig nach oben, der Future legt derzeit um 23,75 Cents auf 9,3875 USD je Scheffel zu.
    März-Mais steigt um 4,5 Cents auf 4,6650 USD je Scheffel und März-Hafer legt um 6,75 Cents auf 3,1825 USD je Scheffel zu.

    Quelle: Rohstoffe-Go, Autor: (cs)

    Kaffeepreise 3 Jahre Chart in US -Cent


    Kakaopreise 3 Jahre Chart in British Pound


    Hinweise November 2007
    Weizen Ende der Aufwärtsbewegung möglich

    01.11.2007 - 14:48:09 Uhr
    Commerzbank Corp. & Markets


    Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Laut dem unabhängigen Forschungsinstitut SovEcon belaufen sich die russischen Weizenexporte im Oktober auf ein Rekordhoch von 2,2 bis 2,4 Mio. Tonnen, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

    Dies könnte die russische Regierung zur Erhöhung der Exportsteuern auf 30% veranlassen. Eine Erhöhung auf bis zu 50% sei jedoch nach Meinung der Analysten derzeit nicht zu erwarten. In der Ukraine werde 2008 eine Getreideernte von 37,6 Mio. Tonnen erwartet, gegenüber 27,7 Mio. Tonnen in diesem Jahr. Weizen sollte davon mit einem Anteil von 17,5 Mio. Tonnen gegenüber 13,7 Mio. Tonnen einen deutlichen Anstieg aufweisen. Laut USDA sollten die US-Weizenexporte in diesem Jahr mit 1,15 Mrd. Scheffel das höchste Niveau seit 1995/96 erreichen.

    Bei Weizen seien die netto Long-Positionen der Großspekulanten zuletzt leicht auf 12 Tsd. Kontrakte gestiegen. Der Weizenpreis konsolidiere aktuell nach den massiven Anstiegen der letzten Wochen auf hohem Niveau. Der Weizenpreis dürfte nach Meinung der Analysten am Ende seiner Aufwärtsbewegung stehen. Die Terminstruktur deute auf ein Preisniveau von 650 bis 700 USD im Sommer 2008 hin. Die Analysten könnten sich sogar vorstellen, dass Weizen bei nachlassendem spekulativen Interesse und einer Erhöhung des Angebots in Richtung 600 USD zurückfallen könnte. (01.11.2007/ac/a/m)

    2. hinweis der falsch wurde
    Chinas Getreidehunger bleibt folgenlos

    Von Christiane von Hardenberg (Berlin)

    Financial Times Deutschland, FTD (31.10.07) -
    Anders als vielfach vermutet erhöht Chinas Nachfrage nach Weizen und Reis die weltweiten Preise für Agrarprodukte kaum. Zu diesem Schluss kommen die Ökonomen der Investmentbank UBS. Die Gründe für den Preisanstieg lägen anderswo.

    Zwar könnten Chinas Agrarimporte in den nächsten Jahren zweistellige Zuwachsraten verzeichnen. Aber: "Es wird noch eine Weile dauern, bis der ,China-Effekt‘ eine nachhaltige Auswirkung auf die globalen Märkte hat", sagte Jonathan Anderson von der UBS in Hongkong.

    Die Ökonomen räumen damit mit einem populären Vorurteil auf, wonach Chinas Lebensmittelhunger maßgeblich für den jüngsten Anstieg der Getreidepreise verantwortlich sein soll. Allein seit Jahresbeginn ist der Weizenpreis um 60 Prozent geklettert. Neben Ernteausfällen und einem Rückgang der Anbauflächen wird Chinas Nachfrage nach Getreide gern in einem Atemzug als Ursache für diese Entwicklung genannt. Investoren sprechen daher sogar von einem neuen "Superzyklus" bei Agrarprodukten - ein Vergleich, der auf den rasanten Anstieg des Ölpreises in den letzten Jahren wegen der hohen chinesischen Nachfrage anspielt.

    Der Vergleich hinkt jedoch: Denn anders als beim Öl und anderen Rohstoffen befinden sich die chinesischen Agrarimporte noch auf einem derart niedrigen Niveau, dass selbst Zuwachsraten von jährlich 30 oder gar 40 Prozent kaum ins Gewicht fallen würden. "Ein chinesischer Importboom wäre alles andere als ein erdbebenartiges Ereignis", sagte Anderson.

    Kurzfristig können sich die Chinesen ohnehin noch größtenteils selbst mit Weizen versorgen: Nach der ersten Preiserholung der Jahre 2001 und 2002 sind viele chinesische Bauern wieder dazu übergegangen, Weizen anzubauen. Staatliche Subventionen verstärken den Trend. Ein von Peking verhängtes Moratorium auf Landverkäufe hält die Anbauflächen stabil. Folglich sind die Importe in den Jahren 2005 und 2006 drastisch zurückgegangen und haben sich erst seit Anfang 2007 wieder stabilisiert.

    Mittel- und langfristig sei zwar mit einer höheren chinesischen Nachfrage auf den Weltmärkten zu rechnen, räumen die UBS-Ökonomen ein. Auch wenn der Ausverkauf der Anbauflächen vorübergehend gestoppt ist, wird der Bauboom einen Tribut fordern. Ohnehin verfügt China nur über neun Prozent des weltweiten Ackerlands, schätzt die Industrieländerorganisation OECD. Zudem, so die OECD, können chinesische Bauern ihre Ernteerträge kaum noch steigern. Der massive Einsatz von Düngemitteln hat dazu geführt, dass die Erträge in China bereits doppelt so hoch sind wie die Russlands oder Brasiliens.

    Im Gegenteil ist sogar zu befürchten, dass die Ernteerträge angesichts knapper Wasserressourcen zurückgehen. Schon heute machen Chinas Pro-Kopf-Wasservorräte nur 25 Prozent des globalen Durchschnitts aus. Immer häufiger werdende Dürren dürften die Probleme noch verschärfen.

    Zudem essen die Chinesen mehr, was für künftig steigende Importe spricht: Der tägliche Kalorienverbrauch ist von 2000 Kalorien 1970 auf zuletzt 3000 Kalorien gestiegen. Weniger Anbauflächen, Wasserknappheit, wachsender Kalorienbedarf und schlechte Aussichten auf höhere Ernteerträge - all dies könnte zu höheren chinesischen Agrarimporten führen, so die UBS.

    Dennoch: "Selbst jährliche Zuwachsraten von 30 bis 40 Prozent hätten zunächst keinen großen Effekt auf die Weltgetreidepreise", sagte Anderson. Denn die chinesischen Weizenimporte haben Ende 2005 nur 0,3 Prozent der globalen Weizenproduktion und zwei Prozent der Weizenexporte ausgemacht.

    Die Ausgangslage ist daher eine ganz andere als vor dem Stahlboom 2002, mit dem die jüngsten Ereignisse gern verglichen werden: Die chinesischen Stahleinfuhren machten schon zu Beginn des Nachfragebooms 3,6 Prozent der weltweiten Produktion und 15 Prozent der globalen Exporte aus.

    Auch ist nicht gesagt, dass die Entwicklung in China so weitergeht wie bisher. Beispielsweise versickern heute rund 30 Prozent des Wassers, das für die Landwirtschaft genutzt wird. Mit besserer Bewässerungstechnik könnte die Regierung in Peking gegensteuern.

    Und auch wenn die Chinesen mehr Kalorien verbrauchen, ist die Bedrohung weniger gefährlich, als sie scheint: Während 1970 eine Mahlzeit zu 70 Prozent aus Getreide bestand, waren es 2004 nur noch 45 Prozent. In der gleichen Zeit ist der Eiweißanteil von 6 auf 25 Prozent gestiegen, rechnen die UBS-Ökonomen vor.

    Der jüngste Preisanstieg bei Weizen, Reis und Mais ist daher weder auf die derzeitige noch zukünftige Entwicklung in China zurückzuführen. "Seit Juni treiben Spekulanten den Weizenpreis nach oben", sagte Rohstoffexpertin Dora Borbély von der Deka-Bank.

    (Quelle: http://www.ftd.de/politik/international/:Chinas%20Getreidehunger/273004.html)
    Preis Weizen FTD, quelle: http://www.ftd.de/asset/Image/2007/10/31/spaet/WeizenChinaImport2.gif