Preisentwicklung des Weizens 1 Jahr... Preis in US-Cent
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Aktualität:
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Wirtschaftsnews - von heute 13:20
CBOT: Getreide legen deutlich zu
Chicago 03.01.08 (www.rohstoffe-go.de)
Am Chicago Board of Trade geht es für die Getreide-Futures weiter nach oben. Diese werden vor allem von der Ölpreisrally nach oben getrieben. Darüber hat China einen Exportzoll von 5 % auf Mais, Reis und Sojabohnen erhoben. Bei Weizen liegt dieser sogar bei 20 %.
Bei den März-Sojabohnen ging es gestern bis auf 12,64 USD nach oben, der höchste Stand seit 1973.
Aktuell kostet das Scheffel Sojabohnen 12,4150 USD.
Beim März-Weizen geht es ebenfalls kräftig nach oben, der Future legt derzeit um 23,75 Cents auf 9,3875 USD je Scheffel zu.
März-Mais steigt um 4,5 Cents auf 4,6650 USD je Scheffel und März-Hafer legt um 6,75 Cents auf 3,1825 USD je Scheffel zu.
Quelle: Rohstoffe-Go, Autor: (cs)
Kaffeepreise 3 Jahre Chart in US -Cent
Kakaopreise 3 Jahre Chart in British Pound
Hinweise November 2007
Weizen Ende der Aufwärtsbewegung möglich
01.11.2007 - 14:48:09 Uhr
Commerzbank Corp. & Markets
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Laut dem unabhängigen Forschungsinstitut SovEcon belaufen sich die russischen Weizenexporte im Oktober auf ein Rekordhoch von 2,2 bis 2,4 Mio. Tonnen, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
Dies könnte die russische Regierung zur Erhöhung der Exportsteuern auf 30% veranlassen. Eine Erhöhung auf bis zu 50% sei jedoch nach Meinung der Analysten derzeit nicht zu erwarten. In der Ukraine werde 2008 eine Getreideernte von 37,6 Mio. Tonnen erwartet, gegenüber 27,7 Mio. Tonnen in diesem Jahr. Weizen sollte davon mit einem Anteil von 17,5 Mio. Tonnen gegenüber 13,7 Mio. Tonnen einen deutlichen Anstieg aufweisen. Laut USDA sollten die US-Weizenexporte in diesem Jahr mit 1,15 Mrd. Scheffel das höchste Niveau seit 1995/96 erreichen.
Bei Weizen seien die netto Long-Positionen der Großspekulanten zuletzt leicht auf 12 Tsd. Kontrakte gestiegen. Der Weizenpreis konsolidiere aktuell nach den massiven Anstiegen der letzten Wochen auf hohem Niveau. Der Weizenpreis dürfte nach Meinung der Analysten am Ende seiner Aufwärtsbewegung stehen. Die Terminstruktur deute auf ein Preisniveau von 650 bis 700 USD im Sommer 2008 hin. Die Analysten könnten sich sogar vorstellen, dass Weizen bei nachlassendem spekulativen Interesse und einer Erhöhung des Angebots in Richtung 600 USD zurückfallen könnte. (01.11.2007/ac/a/m)
2. hinweis der falsch wurde
Chinas Getreidehunger bleibt folgenlos
Von Christiane von Hardenberg (Berlin)
Financial Times Deutschland, FTD (31.10.07) - Anders als vielfach vermutet erhöht Chinas Nachfrage nach Weizen und Reis die weltweiten Preise für Agrarprodukte kaum. Zu diesem Schluss kommen die Ökonomen der Investmentbank UBS. Die Gründe für den Preisanstieg lägen anderswo.
Zwar könnten Chinas Agrarimporte in den nächsten Jahren zweistellige Zuwachsraten verzeichnen. Aber: "Es wird noch eine Weile dauern, bis der ,China-Effekt‘ eine nachhaltige Auswirkung auf die globalen Märkte hat", sagte Jonathan Anderson von der UBS in Hongkong.
Die Ökonomen räumen damit mit einem populären Vorurteil auf, wonach Chinas Lebensmittelhunger maßgeblich für den jüngsten Anstieg der Getreidepreise verantwortlich sein soll. Allein seit Jahresbeginn ist der Weizenpreis um 60 Prozent geklettert. Neben Ernteausfällen und einem Rückgang der Anbauflächen wird Chinas Nachfrage nach Getreide gern in einem Atemzug als Ursache für diese Entwicklung genannt. Investoren sprechen daher sogar von einem neuen "Superzyklus" bei Agrarprodukten - ein Vergleich, der auf den rasanten Anstieg des Ölpreises in den letzten Jahren wegen der hohen chinesischen Nachfrage anspielt.
Der Vergleich hinkt jedoch: Denn anders als beim Öl und anderen Rohstoffen befinden sich die chinesischen Agrarimporte noch auf einem derart niedrigen Niveau, dass selbst Zuwachsraten von jährlich 30 oder gar 40 Prozent kaum ins Gewicht fallen würden. "Ein chinesischer Importboom wäre alles andere als ein erdbebenartiges Ereignis", sagte Anderson.
Kurzfristig können sich die Chinesen ohnehin noch größtenteils selbst mit Weizen versorgen: Nach der ersten Preiserholung der Jahre 2001 und 2002 sind viele chinesische Bauern wieder dazu übergegangen, Weizen anzubauen. Staatliche Subventionen verstärken den Trend. Ein von Peking verhängtes Moratorium auf Landverkäufe hält die Anbauflächen stabil. Folglich sind die Importe in den Jahren 2005 und 2006 drastisch zurückgegangen und haben sich erst seit Anfang 2007 wieder stabilisiert.
Mittel- und langfristig sei zwar mit einer höheren chinesischen Nachfrage auf den Weltmärkten zu rechnen, räumen die UBS-Ökonomen ein. Auch wenn der Ausverkauf der Anbauflächen vorübergehend gestoppt ist, wird der Bauboom einen Tribut fordern. Ohnehin verfügt China nur über neun Prozent des weltweiten Ackerlands, schätzt die Industrieländerorganisation OECD. Zudem, so die OECD, können chinesische Bauern ihre Ernteerträge kaum noch steigern. Der massive Einsatz von Düngemitteln hat dazu geführt, dass die Erträge in China bereits doppelt so hoch sind wie die Russlands oder Brasiliens.
Im Gegenteil ist sogar zu befürchten, dass die Ernteerträge angesichts knapper Wasserressourcen zurückgehen. Schon heute machen Chinas Pro-Kopf-Wasservorräte nur 25 Prozent des globalen Durchschnitts aus. Immer häufiger werdende Dürren dürften die Probleme noch verschärfen.
Zudem essen die Chinesen mehr, was für künftig steigende Importe spricht: Der tägliche Kalorienverbrauch ist von 2000 Kalorien 1970 auf zuletzt 3000 Kalorien gestiegen. Weniger Anbauflächen, Wasserknappheit, wachsender Kalorienbedarf und schlechte Aussichten auf höhere Ernteerträge - all dies könnte zu höheren chinesischen Agrarimporten führen, so die UBS.
Dennoch: "Selbst jährliche Zuwachsraten von 30 bis 40 Prozent hätten zunächst keinen großen Effekt auf die Weltgetreidepreise", sagte Anderson. Denn die chinesischen Weizenimporte haben Ende 2005 nur 0,3 Prozent der globalen Weizenproduktion und zwei Prozent der Weizenexporte ausgemacht.
Die Ausgangslage ist daher eine ganz andere als vor dem Stahlboom 2002, mit dem die jüngsten Ereignisse gern verglichen werden: Die chinesischen Stahleinfuhren machten schon zu Beginn des Nachfragebooms 3,6 Prozent der weltweiten Produktion und 15 Prozent der globalen Exporte aus.
Auch ist nicht gesagt, dass die Entwicklung in China so weitergeht wie bisher. Beispielsweise versickern heute rund 30 Prozent des Wassers, das für die Landwirtschaft genutzt wird. Mit besserer Bewässerungstechnik könnte die Regierung in Peking gegensteuern.
Und auch wenn die Chinesen mehr Kalorien verbrauchen, ist die Bedrohung weniger gefährlich, als sie scheint: Während 1970 eine Mahlzeit zu 70 Prozent aus Getreide bestand, waren es 2004 nur noch 45 Prozent. In der gleichen Zeit ist der Eiweißanteil von 6 auf 25 Prozent gestiegen, rechnen die UBS-Ökonomen vor.
Der jüngste Preisanstieg bei Weizen, Reis und Mais ist daher weder auf die derzeitige noch zukünftige Entwicklung in China zurückzuführen. "Seit Juni treiben Spekulanten den Weizenpreis nach oben", sagte Rohstoffexpertin Dora Borbély von der Deka-Bank.
(Quelle: http://www.ftd.de/politik/international/:Chinas%20Getreidehunger/273004.h
tml)Preis Weizen FTD, quelle: http://www.ftd.de/asset/Image/2007/10/31/spaet/WeizenChinaImport2.gif
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